Blick vom Gipfel des Cabals - v.l.: Ponoig, Puig Campana und Sierra Aitana.
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Höchster erreichter Punkt
Höhe 1184m
Gebirgsgruppe Betische Kordillere
Breite 38°37'05.7"
Länge -00°11'11.4"
 
Tourendaten
Tourenart Bergtour
Starthöhe 326m
Höchster Punkt 1184m
Höhendifferenz 1057m
Entfernung 14,61 km
Aufstiegszeit 2 h 45 min
Abstiegszeit 3 h 45 min
Gesamtzeit 6 h 30 min
GPS-Daten zur GPS-Download-Seite...


KartenausschnittHöhe & ZeitHöhe & Weg



Nach ziemlich genau drei Jahren komme ich wieder nach Polop, wo ich mein Auto an der selben Stelle wie 2013 beim Wasserreservoir (326m) abstelle. Auf der ebenfalls bereits bekannten Betonstraße wandere ich in der beginnenden Dämmerung Richtung Westen. Nach einer knappen halben Stunde habe ich den Aussichtspunkt am Ende der steilen Betonstrecke erreicht und kann mich auf den folgenden flacheren Metern erholen, während ich an der Mas del Pi (ca. 540m) vorbei marschiere. Um ca. 7.30 Uhr geht hinter mir die Sonne in tollen Farben auf und ich nutze dieses Ereignis für eine kurze Fotopause, bevor ich weiter zur nahen Casa de Dios (ca. 640m) gehe.

Hier biege ich links auf eine weitere Schotterstraße ein, die mich Richtung SW führt. In einigen Serpentinen steige ich durch Oliven- und Mandelbaumreihen höher an der Südseite meines heutigen Ziels entlang. Um ca. 8.15 Uhr erreiche ich schließlich das Ende der Schotterstraße und setze meinen Aufstieg auf einem gut angelegten Steig fort. Eine Viertelstunde später komme ich nach einem kurzen steilen Stück in eine breite Einsattlung zwischen Ponoig (1182m) und Sanxet. Hier bin ich vor drei jahren nach Süden zum Collado del Llam abgebogen - heute setze ich meinen Weg jedoch weiter Richtung Westen fort.

Anfangs heißt es ein wenig absteigen, doch nach einigen Metern habe ich einen ebenen Steig vor mir, der mich an den Südhängen des Sanxet entlang führt. Nach zehn Minuten werfe ich einen Blick auf mein GPS-Gerät und erkenne, dass ich die Abzweigung zum Gipfel des Cabals (1184m) übersehen habe und bereits etwas zu weit nach Westen gewandert bin. Als ich ein paar Meter zurück gehe, wo sich die vermeintliche Abzweigung befinden sollte, stehe ich mitten in einer Geröllhalde. Steigspuren kann ich vorerst keine erkennen, weshalb ich weglos in relativ direkter Linie über das Geröll aufsteige, wobei ich nach Möglichkeit über ein paar daneben liegende Felsplatten hinauf klettere, um etwas Kraft zu sparen. Nach ein paar Minuten ist die gröbste Anstrengung überstanden und ich erreiche den Beginn des Gipfelrückens, auf dem ich nach kurzer Zeit auch einen Steig ausfindig machen kann. Flache Passagen wechseln sich mit steileren Abschnitten ab, doch die Wegfindung bereitet keine Probleme mehr, denn ich entdecke immer wieder Steinmandeln und da der Rücken nicht sehr breit ist, bleiben meist nicht viele Alternativen übrig. Je näher ich dem höchsten Punkt komme, desto besser werden die Tiefblicke, denn der gesamte Gipfelaufstieg verläuft direkt über der senkrechten Südwand. Schließlich, es ist kurz vor 9.30 Uhr, erreiche ich den Gipfel des Cabals (1184m).

Nach einer Stärkung und einigen Fotos mache ich mich auf die Suche nach einer Absteigsmöglichkeit an der steilen Nordseite des Gipfels. Zu meiner Überraschung stoße ich auf einen guten Felssteig, der zwar steil aber mit unzähligen kleinen Felsstufen auch für mich unschwer zu überwinden ist. Nach einer knappen Viertelstunde ist der Abstieg geschafft und ich stehe in einer breiten Einsattlung nördlich des Cabals. Gleich nördlich von mir erhebt sich ein namenloser Felsgrat, den ich nun in wenigen Minuten bestiege und da er einige beeindruckende Aus- und Tiefblicke bietet, mache ich auch hier ein paar Fotos, bevor ich wieder hinab in den Sattel spaziere.

Die nächste halbe Stunde verbringe ich damit, an der Südwand des Felsgrats entlang abzusteigen, wobei das ganze Unternehmen durch die bekannt stachelige Vegetation etwas erschwert wird. Schließlich habe ich den tiefsten Punkt der Felsen erreicht und steige nun wieder zu meinem nächsten Gipfelziel auf. Kurz vor 10.30 Uhr gelange ich zur Stelle, an der der Gipfelgrat des Sanxets (1157m) am niedrigsten ist. Für die Besteigung dieses Gipfels ist nun meistens der Gebrauch der Hände notwendig, denn gleich von Beginn an, muss ich eine höhere Felsstufe überwinden, um auf den eigentlichen Grat zu gelangen. Auf die erste Klettereinlage folgt nun steiniges Gehgelände, bevor sich der Grat deutlich zuspitzt und schließlich kurz vorm Gipfel nur mehr einen Meter breit ist. Da auf beiden Seiten der Schneide die Felsen dutzende Meter fast senkrecht in die Tiefe führen, ist dieser Abschnitt recht spannend für mich und verlangt einiges an Konzentration. Aus diesem Grund bin sehr froh, als ich schließlich am Gipfel stehe und eine traumhafte Aussicht auf die vielen bekannten Gipfel in der Umgebung genießen kann.

Schnell schieße ich einige Fotos, bevor ich wieder über den Grat zurück klettere. Auch beim zweiten Mal ist die Situation nicht wirklich entspannter, auch wenn es hilft, dass ich die einzelnen Tritte bereits kenne und so etwas schneller über die Schlüsselstelle hinweg komme. Der restliche Rückweg geht nun problemlos über die Bühne und bald stehe ich wieder auf erdigem Boden. Auch ohne einen Blick auf die Karte weiß ich meinen nächsten Weg bereits, denn ich kann einem deutlichen Steig weiter Richtung SO folgen. Wenige Minuten später komme ich zu einem Felsrücken, dem ich auch noch zu seinem höchsten Punkt folge, was bereits nach ein paar Schritten erledigt ist. Von hier habe ich einen guten Ausblick auf meinen weiteren Abstiegsweg, der sich nicht ganz nach meinem Geschmack gestaltet, denn nun geht es über schottrig-erdige Steigspuren einem steilen trockenen Bachbett entlang hinunter.

Teilweise mühsam steige und rutsche ich dem Graben entlang tiefer, wobei ich mich vergewissere, dass ich den GPS-Track eines spanischen Bekannten penibel verfolge um nicht in noch unwegsameres Gelände zu kommen. Immer tiefer komme ich hinunter, aber gleichzeitig wird der Graben immer steiler. Schließlich stehe ich über einer ca. fünf Meter hohen Felsstufe, die ich nur mehr mit Mühe umgehen kann. Da ich meinen Aufsteigsweg bereits gut unter mir erkennen kann, freue ich mich innerlich schon auf die nahe Schotterstraße und den einfachen restlichen Rückweg. Doch der Anblick, der sich mir nun bietet reisst mich schnell wieder aus den Gedanken und holt mich zurück in die Realität: Vor mir bricht eine 8-10m hohe Felsstufe fast senkrecht nach unten, zusätzlich ist die Kaskade links und rechts von steilstem Gelände eingesäumt, was auch eine Umgehung unmöglich macht. Nach ein paar zaghaften nicht erfolgreichen Abstiegsversuchen befürchte ich bereits, dass mir jetzt ein ziemlich ausgedehnter Rückweg bevorsteht, der mich für die nächsten drei Stunden in der Nachmittagshitze beschäftigen wird. Glücklicherweise fällt mir ein, dass ich beim Aufstieg ein Foto des Geländes gemacht habe. Auf diesem kann ich eine mögliche Alternativroute entdecken, für die ich zwar auch wieder ein wenig aufsteigen muss, die aber in kurzer Zeit erforscht werden kann.

Zwar geht es jetzt quer durch Dornengestrüpp, aber ich bin trotzdem froh, dass ich einen deutlich ungefährlicheren Abstieg entdeckt habe und kurz vor 12.30 Uhr stehe ich wieder auf der ersehnten Schotterstraße und kann meinen restlichen Abstieg entspannt beginnen. Rasch bin ich wieder bei der Casa de Dios (ca. 640m), von wo ich die nächsten paar hundert Meter im Laufschritt absolviere. Auf diese Art erreiche ich recht flott wieder den Beginn der Betonstraße, die mich nach gut eineinhalb Kilometer wieder zum Auto zurück bringt, von wo ich um ca. 13.20 Uhr erleichtert wieder die Heimfahrt antrete.

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  • Cabal (1184m)
  • Sanxet (1157m)
  • Kontinent
      Europa
  • Land
      Spanien
  • Region
      Valencia
  • Provinz
      Alicante

Radius: 25 km
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2001-08-14
   Penon de Ifach (357m)
     [22.74km, O, 85.41°]

2003-08-09
   Penon de Ifach (357m)
     [22.74km, O, 85.41°]

2009-06-11
   Penon de Ifach (357m)
     [22.74km, O, 85.41°]

2009-06-14
   Puig Campana (1408m)
     [2.41km, SSW, 193.58°]

2009-06-18
   Bernia (1126m)
     [12.49km, ONO, 66.18°]

2010-09-06
   Aitana (1557m)
     [7.75km, WNW, 296.8°]
   Peña Forata (1549m)
     [7.31km, WNW, 299.35°]
   Peña Alta (1505m)
     [6.28km, NW, 303.95°]
   Penyo Molero (1306m)
     [4.44km, NW, 322.26°]

2010-09-09
   Peña de Sella (1159m)
     [5.85km, W, 278.47°]
   Peñon Divino (1119m)
     [4.43km, WNW, 286.61°]
   Alt de la Creu (1113m)
     [4.79km, WNW, 291.59°]

2010-09-12
   Cumbre Aixortá (1219m)
     [8.78km, NNO, 13.57°]
   Morro Blau (1125m)
     [8.16km, NNO, 20.62°]
   Penya de l'Hedra (1099m)
     [9.36km, N, 4.35°]
   Morro Blanc (1081m)
     [8.21km, NNO, 23.82°]

2010-09-15
   Sierra Helada Nordgipfel (435m)
     [12.87km, OSO, 122.44°]
   Sierra Helada Südgipfel (338m)
     [12.65km, SO, 138.02°]
   El Mendivil (237m)
     [12.45km, SO, 140.59°]

2011-08-31
   Cocoll (1048m)
     [13.55km, NNO, 13.89°]

2011-09-04
   Cabezon de Oro (1209m)
     [20.78km, WSW, 241.05°]

2011-09-07
   Mallá del Llop (1357m)
     [11.86km, NNW, 335.36°]
   Pico de Serrella (1319m)
     [12.66km, NNW, 331.25°]
   Morret de la Terra Nova (1296m)
     [12.97km, NNW, 331.11°]
   Penya Noguer (1277m)
     [12.27km, NNW, 336.15°]

2013-08-21
   Alfaro (1186m)
     [15.38km, NNW, 340.9°]
   Alto de Alfaro (1006m)
     [14.96km, NNW, 345.1°]

2013-08-31
   Ponoig (1182m)
     [1.07km, SO, 124.29°]

2013-09-02
   Serrella (1359m)
     [14.38km, NW, 312.91°]
   Morro de la Sàlvia (1351m)
     [13.77km, NW, 318.25°]
   Penya Creus (1335m)
     [14.02km, NW, 318.02°]
   Penya Moro (1288m)
     [14.29km, NW, 315.79°]
   Alt del Alt (1179m)
     [15km, NW, 306.09°]

2013-09-05
   Cim dels Plans (1330m)
     [21.14km, W, 275.44°]
   Cerro del Racó de Chamarra (1224m)
     [22.97km, W, 270.55°]
   Rentonar (1217m)
     [20.02km, W, 278.27°]
   Cerro del Racó de Matet (1181m)
     [23.79km, W, 269.13°]
   Montagut (1080m)
     [22.48km, W, 265.33°]

2016-09-07
   Plá de La Casa (1379m)
     [13.36km, NW, 325°]
   Tossal de Florent (1127m)
     [11.71km, NW, 317.94°]
   Solaneia de Mela (1118m)
     [12.08km, NW, 319.65°]

Unter den Bergnamen stehen die Entfernung, die Himmelsrichtung und der Winkel.